Local Heroes: Leben in der digitalen Nachbarschaft

Die neue Herausforderung für Marken

Local Heroes: Leben in der digitalen Nachbarschaft

Ende des vergangenen Jahres fieberte die Menschheit einem großen Ereignis entgegen. Am 21. Dezember 2012 war es soweit: Laut Maya-Prophezeihung würde nun eine neue Zeitrechnung beginnen.

Eine neue Ära hatte bereits begonnen. Lange gehypt und prophezeit, ist er in der digitalen Wirklichkeit angekommen: der mobile User. Local war dieser schon immer vor Ort, es hat nur Jahre gedauert, bis die technischen und sozialen Parameter bereit waren. Es gibt bald mehr mobile Endgeräte als Desktops, und jede dritte Suchanfrage ist inzwischen lokal. Responsive Design löst die Trennung von stationär und mobil weiter auf und macht die Onlinekommunikation somit standortunabhängig.

Local ist das neue Global

Die menschlichen Grundbedürfnisse digital zu erreichen, das ist Teil der neuen Zeitrechnung, in der sich local und mobile zusammenfügen. Aber erst mit einer sozialen Zusatzkomponente formen sich daraus Emotionen.

Unsere Agentur nahm die neue Zeitrechnung zum Anlass, sich online unter code64.de neu aufzustellen. Ein wichtiger Aspekt war es hierbei, Kunden die Möglichkeit zu geben, uns sowohl inhaltlich als auch geographisch zu verorten. Mitten im Münchner Zentrum gelegen, sehen wir uns seit jeher als kreative Homebase des Markendenkens mit Synergien im lokalen Umfeld. Deshalb bildet auch die ausklappbare Hotspot-Map auf der Agenturseite ein Kernstück unserer Kommunikation. Sie ermöglicht nicht nur eine schnelle Lokalisierung, sondern bildet durch Hotspots in direkter Umgebung zusammen mit location-based Services wie Foursquare ein stetig wachsendes visuelles Netzwerk.
Für das Local Business wie Foodstores in unserer Nachbarschaft essentiell: Die Street Cred der vertrauten Umgebung mit den Freunden, die einen wohlwollend in genau diesen Laden lotsen.

Willkommen in der Digital Neighborhood

Unternehmen haben dies nicht erst mit Beginn der Maya-Zeitrechnung erkannt. Aber sie sind andererseits auch noch weit davon entfernt, als etabliert zu gelten. Google Places ist noch nicht das Internet-Branchen- buch, und Google-Services wie Places, Google+ Local und Maps werden zusammenwachsen müssen.

Seit Suchergebnisse nicht mehr gleich, sondern in erster Linie abhängig vom Nutzerstandort sind, ist Lokalisierung in allen Unternehmen angekommen. Mit Google Now arbeitet Google schon an einem Rundum-Sorglos-Paket, das auf alle lokalen Bedürfnisse der User eingeht: vom Wetter am Morgen über Verkehrsmeldungen bis hin zur Restaurant- und Hotelsuche. Die einstige Suchmaschine stellt künftig viele Fragen selbst, und beantwortet sie auch gleich.
Facebook startet gerade in der mobilen Version mit “Nearby” bzw. “In der Nähe”, einer Anzeige von Orten, die Freunde empfehlen und teilen und bildet somit das klassische Word-Of-Mouth virtuell nach.

Die Marke im Fokus

Nach der Erkenntnis, dass Kampagnen nicht mehr beliebig global adaptierbar sind, ist es jetzt an den regionalen Marketingverantwortlichen, die Brand im Wind zu halten und ihr eine individuelle Duftnote zu verleihen. Eine, die nach Kiez riecht oder nach Schick, Hauptsache sie bleibt sauber und unique. Dann wird sie zum Local Hero.

Das bedarf natürlich weitaus mehr als den Flagshipstore, der vor unserer Agentur die Sendlinger Straße verpestet. Die Marke allein ist nicht der Hotspot. Idealtypisch wird sie zum Kompass des Flanierenden, bietet das Toolkit für den Urban Traveller.

Bisher hat die Menschheit 155 Weltuntergänge überlebt und der nächste steht schon fest: es ist der 5. November. Welche Trends sich bis dahin durchsetzen, ob Social-TV oder Datenbrille, das wird man abwarten müssen. Local Social Mobile ist mit Sicherheit kein Trend mehr, sondern Realität und Herausforderung für Marken, Unternehmen und Agenturen zugleich. Denn eines steht bereits jetzt fest: Gute Ideen, Kreativität und Begeisterung sterben nie aus. Im Gegenteil, sie haben einen sicheren Platz in unserer Zukunft.

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