Unsere Top-Kampagne im Februar

'Catch the Flash' von Nike

Alternate Reality Games zeigen eindrucksvoll wie sich Produkt-Launches in Zukunft effektvoll in Szene setzen lassen. Warum Nike dafür ein tolles Beispiel ist, schildert Metzger, der bei CODE64 das CRM verantwortet in der Internet World Business.

Wer fast 300 Euro für eine Hightech-Laufjacke ausgibt, ist meistens nicht nur sportverrückt sondern auch technikbegeistert. Und ich muss gestehen, ich gehöre dazu und bin deshalb genau die Zielgruppe für ein Produkt, welches bei Läufern für glänzende Augen und glänzende Sichtverhältnisse sorgt. Denn das Nike Vapor Flash Jacket bietet mit seiner hochreflektierenden Außenseite in der Dunkelheit ausgezeichnete Sichtbarkeit und unterscheidet sich damit von meinen anderen 7 Laufjacken.

Diesen Produkt-USP transportiert die Kampagne „Catch the Flash“ auf unique, interaktive und zielgruppengerechte Weise. So rief Nike am 14.11.2011 die Running Community zu einer virtuellen und realen Verfolgungsjagd durch die dunkle Wiener Innenstadt auf. Fünfzig mit GPS und Nike Vapor Flash Jacket ausgerüstete Läufer, darunter zahlreiche Prominente und Sportler, ließen sich für dieses Spektakel durch die Stadt jagen. Ziel war es, möglichst viele dieser Flashrunner, die über eine mobile App geortet werden konnten, zu fotografieren. Erst im Augenblick des Flashs wurde die Rückennummer des Läufers sichtbar und wer am Ende die meisten unterschiedlichen Rückennummern vorzeigen konnte, hatte die Chance auf attraktive Gewinne.

In einem „Alternate Reality Game“ erfolgt idealerweise nicht nur die Verknüpfung der verschiedensten Medien, sondern auch von realer und Online-Welt. Bei „Catch the Flash“ konnten die Online-Teilnehmer in einer Applikation virtuelle Blitzfallen aufstellen und so an der Verfolgungsjagd teilnehmen.

Der Erfolg für Nike: Über tausend Jäger nahmen die Verfolgung sowohl live als auch am Computer auf. Die hohe Aufmerksamkeit bei Facebook, Youtube und in zahlreichen Online- und Offline-Medien sprechen ebenso für diese Kampagne. Schade bloß, dass es sich hierbei um eine Einzelaktion handelt, die nicht online über mehrere Level und in der realen Welt über mehrere Städte ausgerollt wurde. Mich hat’s trotzdem überzeugt und so hab ich noch zusätzlichen Platz im Kleiderschrank geschaffen.

Zum Artikel

 

Ihr Kommentar